Maler · Projektpartner

Dieter Schönberg: Malerei aus geologischen Strukturen.

Dieter Schönberg gab den mikroskopischen Ansichten von Gesteinen eine eigenständige malerische Form. Im Dialog mit seinem Sohn Torsten entstand ein Werk zwischen Naturbeobachtung, Abstraktion und Vermittlung.

Die malerische Arbeit

Das Unsichtbare nicht kopieren, sondern beantworten.

Die Aufnahmen aus dem Polarisationsmikroskop lieferten Farbe und Struktur. Dieter Schönberg behandelte sie nicht als starre Vorlage, sondern als Einladung zu einer neuen Komposition.

In den petrographischen Arbeiten treffen geologische Genauigkeit und künstlerische Freiheit aufeinander. Einzelne Minerale, Grenzen und Verwachsungen bleiben spürbar, während Maßstab und malerischer Rhythmus eine neue Bildwelt eröffnen.

Die Zusammenarbeit mit Torsten Schönberg war eine Familienarbeit mit klaren Rollen. Torsten entwickelte Idee, geologischen Zugang und wissenschaftliche Grundlage. Dieter führte das Material in eine eigene malerische Sprache.

Neben den petrographischen Werken beschäftigte Dieter Schönberg sich mit Pantomimen, Masken und Menschen in alten Berufen. Auch dort richtete er den Blick auf Übergänge: zwischen Ruhe und Bewegung, Öffentlichkeit und verborgenem Gesicht, Gegenwart und Erinnerung.

Petrographisches Gemälde von Dieter Schönberg nach Alkali-Olivin-Basalt von der Blauen Kuppe

Gemeinsame Prägung

Documenta, Beuys und ein weiter Kunstbegriff.

Torsten und Dieter Schönberg besuchten die documenta in Kassel gemeinsam 1977 und 1982 und sahen dort Joseph Beuys und seine Kunst. 1987 kehrten sie wegen „7000 Eichen“ zurück; Beuys war damals bereits verstorben.

Diese Erlebnisse wurden zu einem biografischen Bezugspunkt ihrer späteren Gespräche: Kunst konnte Material und Objekt überschreiten und zugleich wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen berühren. Die „Stein-Zeit in der Kunst“ entwickelte daraus viele Jahre später einen eigenständigen Ansatz.

Mit Joseph Beuys bestand keine Zusammenarbeit oder institutionelle Verbindung. Seine Kunst und sein erweiterter Kunstbegriff werden als persönliche Inspiration benannt.

Drei Werkgruppen

Gestein. Pantomime. Arbeit.

Die Galerie bewahrt eine repräsentative Auswahl und ordnet die Arbeiten in ihren jeweiligen künstlerischen Zusammenhang ein.

Petrographie

Mineralische Bildräume

Gemälde nach wissenschaftlich untersuchten Gesteinen aus Österreich und Deutschland.

Petrographische Arbeiten
Pantomimen

Maske und Bewegung

Figuren zwischen öffentlicher Pose, stiller Spannung und einem Moment der Irritation.

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Alte Berufe

Arbeit und Erinnerung

Menschen und Tätigkeiten aus einer Alltagswelt, die zunehmend verschwindet.

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